Gotye. Youtube. Tony.


Ich erinnere mich noch an mein „erstes Mal“. Es lies mich aufhorchen und ich war erstaunt, dass es so viele Jahre an mir vorbeigehen konnte. Ich warf Shazam an. Und dort kam als Ergebnis ein seltsamer Name: Gotye. Klang beneluxisch, ist es auch. Ich war erstaunt, dachte ich tatsächlich, mir sei irgendein alter Gabriel-Song durchgerutscht. Aber es war damals brandaktuell. Ich freute mich, öffnete später Youtube, mochte das simple Video, mochte die Stimme, mochte den Typen, die Mimik, die wenigen Bewegungen, mochte das Gefühl, dass das Lied mit mir machte und kaufte „Somebody that I used to know“. Und hörte es und hörte es und hörte es. (Da ich relativ selten Musiksender im Radio höre, ging das Auf- und Ab-Gespiele an mir vorbei.) http://www.youtube.com/watch?v=qqr7cEB2bj0  

Einige Wochen später kam meine Tochter angerannt. „Mamamamamama, Du musst Dir unbedingt was anschauen. Du lachst Dich tot.“ Und wie ich lachte.  Es ging um eine Parodie auf Gotyes Song. Wir schauten gemeinsam, uns liefen gemeinsam die Tränen. Die witzige Albernheit dieser Parodie erschließt sich vor allem dann, wenn man das Originalvideo mit der ganz eigentümlichen Gotye-Mimik kennt. Ich konnte nicht mehr vor Lachen. Umso schöner, als ich es neulich auf einem dieser „Kennste das?“-Abende vorspielen konnte und die Gastgeber ebenfalls herzlich lachen. Dafür schätze ich ja Youtube & Co.  Herrlich. http://www.youtube.com/watch?v=CCdBG16EzFo
Dass dies nur eine der unzähligen Cover- und Parodieversionen war, wissen wir. Dass wir nicht alle hören wollten, wie die des Karlsruher Max Giesinger zum Beispiel, wissen wir ebenso. Was aber unter all den Versionen am meisten herausstach, waren sicher „Walk off the Earth“. Zu fünft. An einer Gitarre. Ich musste schmunzeln, mochte die Idee, und sah dem Quintett gerne dabei zu, wie sie sich auf kleinstem Raum, ohne eine Miene zu verziehen der kleinen Hommage an das Lied hingaben. http://www.youtube.com/watch?v=MsoRSI7ei4E
Und dann kam besagter Abend (sie Abschnitte Mamamamamama). Man (Mann mit Frau. Beide: Danke!) zeigte mir die Parodie des Covers der „5 People 1 Guitar“. Ich muss schon lachen, wenn ich nur daran denke. „Now and then we like to play one guitar together. And that’s convenient since we only have the one“. Ich mag eigentlich gar nicht viel dazu sagen. Einfach selbst hören. Aber wenn ich mal wieder ein Clinky Noise fallen lasse oder mit Herrn @heikokanzler nach Tony rufe – seien Sie nachsichtig. Wer weiß, wann Sie mal eine Vanfahrerin brauchen.  http://www.youtube.com/watch?v=IwPHy17Iu6E
P.S. Gotye hat als Antwort auf diesen unglaublichen Youtube-Cover- und Parodie-Hype ein eigenes Video geschnitten. Ich betrachte es als gelungenes Danke an seine Fans (auch wenn ihm einige Kommerzialisierung und Nutzungsrechtemißbrauch vorwerfen und außerdem noch Max Giesinger vorkommt. Aber das nur am Rande). http://www.heraldsun.com.au/entertainment/music/gotye-pulls-together-the-ultimate-somebody-i-used-to-know-youtube-tribute/story-e6frf9hf-1226449194797

2 Comments

on “Gotye. Youtube. Tony.
2 Comments on “Gotye. Youtube. Tony.
  1. Kunst kommt von können.

    Die Fanversion von Gotye ist ja mal die Krönung des Ganzen.
    Diese Version ist mein persönliches Finale.
    Thanks for sharing.

    And now, I do the clinky noise…

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